Mittwoch, 27. Juni 2012

Finally

Nun gut, seit etwas mehr als drei Wochen atme ich wieder deutsche bzw. österreichische Höhenluft und ich muss schon sagen, sie bekommt mir sehr gut. Zu blöd nur, dass der Alltag schon nach wenigen Tagen wieder fester Bestandteil war, die Bräune über Nacht ausgeblichen ist und die Flip Flops festen Schuhen weichen mussten. Nichtsdestotrotz habe ich in den letzten fünf Monaten so viel Sonne getankt, dass mir der regenreiche deutsche Sommer nichts mehr anhaben kann.

Noch immer findet sich regelmäßig in Rucksäcken und in diversen Hosentaschen feiner Muschelsand, der sich in jede Ritze krallt - ich freu mich jedesmal. Langsam realisiere ich, was mir die Zeit in Mauritius gegeben hat und dass sich das Abenteuer „Indischer Ozean“ zufrieden betrachten kann. Mir drängte sich in den letzten Tagen die Frage auf: „Was vermisse ich und was nicht?“ Hier das Ergebnis.

Ich vermisse…

Mango-und Papayabäume und Kokospalmen im Garten. Ananas, die honigsüß sind, die Dachterrasse über den Häusern von Flic en Flac, Vani, die junge Mauritianerin, bei der es jeden Mittag Curry gab, die Wellen in der Bucht von Tamarin und die Lagunen innerhalb des Riffs, frischen Fisch in allen Variationen, die Einheimischen, die nur ganz selten Touristenvorurteile haben, den kleinen Obst-und Gemüsemarkt um die Ecke, die Wochenenden in der Kenzi-Bar und den einheimischen Reggea, Fußball am Strand, die Kochduelle mit dem Hofi, Green Island Rum, Barfußlaufen und salzige Haut.

Ich vermisse nicht…

den Linksverkehr, die Ameisenstraße durch mein Zimmer, den überfüllten Strand am Wochenende, das Verkehrschaos zur Uni, die fliegenden Händler am Strand, Stromausfälle, Seeigel, Darmerkrankungen und die Hunde-Cliquen die sich nachts heulend herumtrieben.

Wie unschwer zu erkennen, ist die Liste der "Ich vermisse" übermächtig - so schön war es. Zudem ist zu sagen, dass die Uni auch zu einem sehr gelungenen Auslandssemester beigetragen hat. Gute Organisation und motivierte Lektoren, die fachlich und menschlich top ausgebildet sind haben das Leben am wunderschönen Campus definitiv bereichert. Ich kann jedem sehr ans Herzen legen ein Auslandssemester in sein Studium zu integrieren. Es ist halt doch ein gewaltiger Unterschied ein Land und dessen Kultur über Monate hinweg kennenzulernen, als für zwei Wochen irgendwo Urlaub zu machen! Ich denke es spielt keine wirklich große Rolle welche Wahl des Ortes man trifft, sofern die Begleitung stimmt und es nicht Nykøbing Falster in Dänemark (kleiner Insider) ist. 

In diesem Sinne, vielen Dank für die GEILE Zeit! Danke an meine Eltern. Danke an den Hofi, mit dem jeder Tag ein Mordsspaß war. Danke an meinen Bruder, der mich einen Monat besucht hat und danke an die Ella für die vielen Skypestunden. Und natürlich ein herzliches Vergelt´s Gott an alle, die so kräftig meinen Blog gelesen und kommentiert haben. Ich bin stolz!

Kommentare:

  1. „so viel Sonne getankt, dass mir der regenreiche deutsche Sommer nichts mehr anhaben kann“ – Denkst Du! ;-)

    Mangos vermisse ich auch unbändig. Gute Mangos kriegt man hier schwer, und dann werden die meist mit Flugzeug transportiert, das will man ja auch nicht.

    Linksverkehr: ich hatte zurück in Deutschland anfangs Probleme, auf der richtigen Seite ins Auto zu steigen und beim Schalten nicht stattdessen mit der linken Hand gegen die Tür zu hauen. ;-/

    Auslandsaufenthalt im Studium kann ich auch sehr empfehlen!

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  2. Wo warst du denn? Lass mal was hören ;-)

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