Montag, 13. Februar 2012

Giovanna

Der Name „Giovanna“ hört sich weder bedrohlich noch hinterhältig an, außer es ist der Name eines ausgewachsenen Zyklons der Klasse 3 von 4. Das erste Mal als ich von Giovanna erfuhr war Freitagmorgen gegen 2.30 Uhr im „Shots“. Das ist eine Open-Air Discothek in Flic en Flac, welche Potential hat unsere Stammkneipe zu werden.

Am darauf folgenden Abend, sprich Samstag, hatte sich das Wetter um 180° gedreht und statt Sonnenschein erwartete uns viel Wind, mit Böen um die 130 mph und gewitterartige Regenfälle. Natürlich verfolgte ich die aktuellen Nachrichten via Internet und Radio. Die Experten erwarteten, dass Giovanna Mauritius nur streift und das Zentrum etwa 250 Kilometer nordöstlich vorbeiziehen würde. Wie prognostiziert war es dann auch und der Spuk hatte so schnell ein Ende wie er gekommen war. Wir sind sehr froh darüber, dass es vorbei ist, da dem Satellitenbild nach zu urteilen, der Zyklon die Größe Deutschlands hatte.

Aktuell nimmt Giovanna Kurs auf Madagaskar. Die Breaking News verheißen schlimmes: Since this morning, Giovanna has exploded into a monster hurricane – bleibt nur zu hoffen, dass alle vorbereitet sind.

Giovanna hatte auch ihre guten Seiten, zumindest für uns. So brachte sie uns stürmische See und somit perfekten Swell in der Bay of Tamarin für den heutigen Tag. Im Surfführer heißt es in der Kategorie „Hazards“ für Tamarin - Sea urchins and be aware oft he s harks! Gegen die Seeigel hatten wir Neoprenschuhe eingepackt und die Haie waren vergessen als wir die Brandung sahen….

Nachdem ich insgesamt drei Stunden im Wasser verbracht hatte, dabei etwa fünf Liter Salzwasser schluckte und doch einige Male das Gefühl hatte in einer Waschmaschine zu sein, traten wir vollkommen erledigt, aber sehr zufrieden den Rückzug an. Nachdem es für mich beim Surfen noch viel Luft nach oben gibt, geht’s direkt morgen früh weiter.

unknown surfdude


Chris beim Anpaddeln
durchgespühlt, erledigt aber zufrieden

Kommentare:

  1. Schön, daß ihr nochmal Glück mit dem Hurrikan hattet! Bei den Fotos versteh ich auch, warum das Blog „Studieren mal anders“ heißt. :-p

    mph? Verwenden die Leute da auch noch englische Einheiten?

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  2. Auf Bad Astronomy gibt's noch ein imposantes Bild von Giovanna.

    Und interessant, ja nach Tageslaune frisst Blogger.com wieder mal kein OpenID. *grml*

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  3. wir hatten wirklich Glück, die Madegassen weniger!! Sehr imposantes Bild, vorallem wenn man mal Madagaskar mit der Größe Deutschlands vergleicht - da wird einem Angst und Bange.

    Ein Zyklon wird hier wohl in MPH gemessen. Die Geschwindigkeitsanzeige auf den Straßen sind KM. Hier ist eh alles durcheinander. Es gibt hier so viele Kulturen, Religionen, Völker..., da blickt niemend durch ;-) aber es ist drum aus so unends spannend.

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  4. Immerhin musst Du Dich nicht um „Lawienen“ sorgen wie daheim im Allgäu.

    mph, km/h, vermutlich ist es egal, was die offiziellen Geschwindigkeitsangaben auf den Straßen sind – ich schätze mal es ist wie in den meisten Ländern nahe am Äquator, daß halt gefahren wird, wie und wo es grad passt. ;-)

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    1. das würde ich so jetzt nicht unterschreiben! Hier wird sehr korrekt gefahren auch wenn die Hupe des öfteren zum Einsatz kommt. Desweiteren sind auf der ganzen Insel "Blitzer" unterwegs.

      Bis auf die Tatsache, dass auf der falschen Seite gefahren wird, ist die Straßenverkehrsordnung allgegenwärtig ;-)

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  5. Das ist natürlich angenehm, wenn es im Verkehr nicht so ad-hoc zugeht...

    Linksfahren kriegt man eigentlich recht schnell hin. Interessant wird es, wenn Du zurück nach Deutschland kommst und sehr zum Vergnügen Deiner Mitmenschen auf der falschen Seite einsteigst oder statt schalten die Hand gegen die Tür haust. ;-)

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